Neue Homepage mit neuem Blog

Ich habe mich nun doch entschlossen, im Zuge meines neuen Promotionsthemas auch gleich eine neue Homepage mit Blog anzulegen. Es wird kein reiner Promotionsblog sein, sondern eine Plattform, um über meine Beobachtungen in der Welt von Digital Humanities und Narratologie zu berichten. Ich werde Rezensionen zu neuen Publikationen veröffentlichen und Veranstaltungen kommentieren und natürlich auch über meine Fortschritte mit meinem Dissertationsthema berichten. Die Inhalte dieses Blogs werden als Archiv bestehen bleiben und auf einer eigenen Seite der neuen Homepage verlinkt.

Top 5 Motivationstechniken für den Kampf des Doktoranden mit der leeren ersten Seite

BlogbildGliederungWie ihr seit letztem Sonntag wisst, arbeite ich gerade an meinem nächsten Meilenstein, daran, eine vorläufige Einleitung zu schreiben. Nun, ihr kennt das. Die leere erste Seite verursacht einem instantan Kopfschmerzen, der Fluchtinstinkt setzt ein, soziale Netzwerke erscheinen plötzlich viel verlockender als sonst. Jeder Satz eine Qual, jedes Päuschen eine Falle. Am Ende steht das Bewusstsein, dass diese vorläufige Version kaum mehr als eine vorläufige vorläufige Version sein kann. Wieso ist es eigentlich so schwer, das eigene Projekt kurz zu skizzieren, über das man nun schon seit Wochen nachdenkt und über das man an dieser Stelle auch immer wieder mal was verschriftlicht? Da ihr nicht darunter leiden sollt, dass ich in dieser Woche an nichts anderes denken konnte als daran, was ich im nächsten Satz schreiben will und wie ich einen Gedankengang vom meandern abbringe, findet ihr heute hier zwar nichts Inhaltliches, dafür aber meine Top 5 Motivationstechniken. Immerhin haben sie mich so weit gebracht, dass ich heute halbwegs zufrieden mit einer Einleitung bin, von der ich weiß, dass sie im Laufe meines Projekts sowieso noch x-Mal bearbeitet werden wird.

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Wochenrückblick oder überdenken und immer wieder neu überdenken

BlogbildGliederungIch habe diese Woche genutzt, um endlich einmal die Erkenntnisse und Ergebnisse der letzten Zeit zu sortieren und mich erneut zu fragen, was mich eigentlich am Thema Blogliteratur am meisten fasziniert. Dazu hat auch die Aufgabe, einen konkreten Ablaufplan mit Meilensteinen zu erstellen, beigetragen, die ich für mein Doktorandenkolloquium bearbeiten sollte. Konkrete Meilensteine kann man aber nur festlegen – das musste ich beim Bearbeiten dieser Aufgabe feststellen – wenn man schon ein Konzept, eine Forschungsfrage und eine aktuelle Gliederung hat. Wie ich es dennoch geschafft habe, zu einem halbwegs realistisch anmutenden Zeitplan inkl. Meilensteine zu kommen, verrate ich euch heute hier.

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Erkenntnisse der Woche

BlogbildZeit

  • Tradition, Konvention und Innovation sind drei kulturelle Phänomene, die in drei zeitlich voneinander zu unterscheidenden Ebenen übereinander liegen, wobei Tradition den längsten zeitlichen Bestand hat und Innovation den kürzesten.
  • Die Innovationen von heute sind die Konventionen von morgen, sind die Traditionen von Übermorgen.
  • (Fast schon vergessene) Traditionen können nach langer Zeit und durch Variation wieder zu Innovationen werden.
  • Nur durch Wiederholung werden aus den flüchtigen Innovationen Konventionen / Nur durch Wiederholung werden aus Konventionen Traditionen.
  • Nicht wiederholte Innovationen werden vergessen, ebenso wie nicht wiederholte Konventionen und nicht mehr wiederholte oder variierte Traditionen.

Betrachtungen zum Zusammenhang zwischen Innovation, Konvention und Tradition in der Literatur

Ich habe diese Woche über das Erkenntnisinteresse meines Dissertationsprojektes nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass mich an Blogliteratur vor allem dessen Innovationspotential interessiert. Bevor ich aber noch entschieden hatte, meine Forschungsfrage auf diesen Aspekt der Blogliteratur auszurichten, war ich schon in Gedanken darüber versunken, was Innovation für Literatur überhaupt bedeuten kann, und inwiefern sie für die Zukunft von Literatur überhaupt von Bedeutung ist. Und eh ich mich versah, hatte ich – ganz in der Tradition deutscher Erzählforscher – diesen kleinen Kreis gezeichnet, der die Zusammenhänge von Innovation, Konvention und Tradition innerhalb des kollektiven Gedächtnisses veranschaulicht:

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Zeit in Blogs

Letzte Woche habe ich mir Gedanken zur dreifachen Zeitstruktur in Blogs gemacht. Zu Genettes beiden Kategorien für die Erzählung (Ereignis und Narration) kam noch die dritte Frequenzkategorie der Veröffentlichung. Nun habe ich anhand eines beliebigen Monats aus Neil Gaimans Blog, den ich gerade lese und erfasse, eine Grafik zu diesen drei Zeitebenen erstellt. Im negativen Zahlenbereich (in Tagen) findet ihr Ereignisse aus der Vergangenheit, im positiven Ankündigungen für die Zukunft. In der Mitte stehen die Veröffentlichungsdaten. Von jedem Ereignis wird mindestens einmal erzählt. Erzählungen, die in die Vergangenheit deuten, werden oft später wieder aufgegriffen und fallen größtenteils in die Zeit der Gesamterzählung des Blogs.

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Gastvortrag der Digital Humanities London an der Uni Hamburg

Liebe Freunde der digitalen Geisteswissenschaften,

gestern erreichte mich folgende Nachricht, die ich unbedingt mit euch teilen möchte. Dr. James Hemsley & Dr. Nicholas Lambert vom Birkbeck College in London halten morgen, am 18.06.2013 um 16.15 im Hörsaal B des “Philosophenturms” (von Melle Park 6) einen Gastvortrag zum Thema Digital Museums and Cultural Landscapes in London:

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Frequenz in Blogs

Gerard Genette hat in seinem Werk “Die Erzählung” festgestellt, dass es vier unterschiedliche Arten von Frequenz in Erzählungen gibt. Ein Ereignis kann entweder einmal vorkommen oder sich wiederholen. Außerdem können Ereignisse entweder einmalig oder mehrmals erzählt werden. Mit den beiden Größen Ereignis/Erzählung ergeben sich also die unterschiedlichen Kombinationen:

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Literarisches Erzählen in der Blogosphäre – Literary Narration in the Blogosphere